Trendbarometer 2026: AttraktiveArbeitgeber haben die stärkere KI-Kultur
Wie Unternehmen mit künstlicher Intelligenz umgehen, hängt mit ihrer Attraktivität als Arbeitgeber zusammen. Das zeigt das Trendbarometer 2026 der Konstanzer zeag GmbH und der Universität St. Gallen mit Daten von 19.341 Befragten aus 94 Unternehmen. Eine stark ausgeprägte KI-Kultur haben bislang nur 28 Prozent.
Bild: KI-generiert
Konstanz. KI-Werkzeuge sind schnell eingeführt, eine Organisation, die mit ihnen arbeiten kann, entsteht dagegen nicht auf Knopfdruck. Darauf weist die zeag GmbH – Zentrum für Arbeitgeberattraktivität hin. Gemeinsam mit dem Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen gibt sie das „Trendbarometer Arbeitgeberattraktivität im Mittelstand 2026“ heraus. Grundlage der Studie sind Angaben von 19.341 Befragten aus 94 deutschen Unternehmen.
Drei Zahlen aus der Studie
34 Prozent der untersuchten Unternehmen werden von ihren Mitarbeitenden als attraktiv oder sehr attraktiv eingeschätzt
28 Prozent weisen eine stark ausgeprägte KI-Kultur auf
Bei attraktiven Arbeitgebern ist die KI-Kultur um 21 Prozent stärker ausgeprägt als bei unattraktiven
Laut Trendbarometer zählt die KI-Kultur zu den fünf stärksten Treibern der Arbeitgeberattraktivität. Die Studie versteht darunter die Einstellungen, Verhaltensweisen und die Strategie eines Unternehmens, die eine Weiterentwicklung im Rahmen der KI-Transformation ermöglichen.
Technik allein reicht nicht
Für Mitarbeitende sei KI nicht einfach eine neue Software, schreibt zeag-Geschäftsführerin Silke Masurat. Sie verändere Tätigkeiten, Kompetenzanforderungen und womöglich Rollen. Sie könne Arbeit erleichtern und zugleich verunsichern. Entscheidend sei deshalb das Umfeld: Orientierung, Gelegenheit zum Lernen und Ausprobieren, eine klare Richtung und Führungskräfte, die den Wandel glaubwürdig mittragen. Neben der Frage, welche Werkzeuge erlaubt sind und welche Daten verarbeitet werden dürfen, steht damit die Frage, wie offen ein Unternehmen mit neuen Technologien umgeht.
Als Beispiel nennt zeag die sogenannte Schatten-KI: Fehlt die Orientierung, nutzen Mitarbeitende KI-Anwendungen womöglich außerhalb der offiziell vorgesehenen Strukturen. Diese Einordnung stammt von zeag selbst und ist nicht Teil der Datenauswertung.
„Technologie kann man implementieren. Kultur muss man entwickeln.“
Silke Masurat, Geschäftsführerin der zeag GmbH
Führungskräfte als Übersetzer
Eine besondere Rolle sieht Masurat bei den Führungskräften. Sie müssten keine KI-Spezialisten werden, aber den technologischen Wandel in den Arbeitsalltag übersetzen können: Was bedeutet KI für das Team, was darf ausprobiert werden, wo liegen Grenzen? Gerade bei der digitalen Führung sieht das Trendbarometer in den untersuchten Unternehmen deutlichen Entwicklungsbedarf. Mitarbeitende erlebten die digitale Strategie eines Unternehmens nicht nur im Strategiepapier, so Masurat: „Sie erleben sie im Verhalten ihrer Führungskräfte.“
Weitere Informationen: Der vollständige Beitrag von Silke Masurat steht auf zeag-gmbh.de. Das Trendbarometer 2026 gibt es dort kostenlos gegen Angabe einer E-Mail-Adresse.