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Rollwalztechnik aus Engen bringt Robotermodul für Gewindewalzmaschinen
Die Rollwalztechnik Abele + Höltich GmbH aus Engen hat ein Robotermodul für Gewindewalzmaschinen vorgestellt. Das RWT FRM bestückt Serien automatisch, gibt die Maschine für Kleinstserien in wenigen Minuten wieder frei und lässt sich auch an Walzmaschinen anderer Hersteller nachrüsten.
Engen. Mit dem „RWT FRM – Flexibles Robotermodul“ hat die Rollwalztechnik Abele + Höltich GmbH (RWT) eine Roboterbestückung für Gewindewalzmaschinen vorgestellt. Der Roboter legt die Rohteile in den Walzkopf ein. Das Modul selbst ist fahrbar: Für kleine Lose wird es von der Maschine weggeschoben, die dann wie bisher von Hand bestückt wird. Serien und Kleinstserien lassen sich so auf derselben Maschine fertigen.
Zwei Betriebsarten in einer Maschine
Im Automatikbetrieb kommen die Rohteile aus einem Bunkersystem, das laut RWT für mehrere Stunden Betrieb ohne Eingriff ausgelegt ist. Die Taktzeit liegt je nach Variante bei rund zehn Sekunden. Im Stand-Alone-Betrieb wird von Hand bestückt. Zellenwände gibt es nicht, der Zugang zur Maschine bleibt frei. Der Wechsel zwischen beiden Betriebsarten dauert nach Herstellerangaben wenige Minuten.

Weil der Roboter das Einlegen übernimmt, kann ein Mitarbeiter mehrere Maschinen betreuen. RWT nennt mindestens zwei Maschinen pro Mitarbeiter und gibt darauf eine Garantie.
Einrichten per Handführung
Für ein neues Werkstück wird am Touchpanel eine Programmvorlage aufgerufen und angepasst. Den Roboterarm führt der Mitarbeiter anschließend im Freedrive-Modus von Hand in Position. Den Weg optimiert der Roboter und fährt ihn danach selbstständig ab. Eine integrierte Kraftsensorik macht den Betrieb laut RWT fehlertolerant. Ein Variantenwechsel dauert wenige Minuten, ausgelegt ist die Bedienung für reguläre Produktionsmitarbeitende.
Den gesamten Ablauf – Bestücken, Bunkersystem, Einrichten und Umrüsten auf Handbetrieb – zeigt ein Film des Herstellers.
Auch für vorhandene Maschinen
Das FRM gibt es als neue Komplettanlage oder als Anbau an eine vorhandene Gewindewalzmaschine, auch von anderen Herstellern. Ob Werkstück und Bestandsmaschine geeignet sind, prüft RWT vorab in einer Machbarkeitsstudie. Vorserien fertigt das Unternehmen in seiner Lohnfertigung in Engen. Für Werkstücke außerhalb der Standardmaße bietet RWT Sonderlösungen an.
Technische Daten
| Bearbeitung | Gewinde, Verzahnungen, Rändel, Sicken und mehr |
|---|---|
| Rohteil-Durchmesser | bis ca. 14 mm |
| Rohteil-Länge | unter 200 mm |
| Taktzeit | rund 10 Sekunden, je nach Variante |
| Betrieb ohne Eingriff | mehrere Stunden (Bunkersystem) |
| Betriebsarten | Automatik und Stand-Alone in einer Maschine |
| Ausführung | neue Komplettanlage oder Anbau an vorhandene Gewindewalzmaschinen, auch anderer Hersteller |
Über 700 Maschinen aus dem Hegau
Rollwalztechnik Abele + Höltich konstruiert, produziert und liefert seit 1982 Gewindewalzmaschinen und Walzwerkzeuge. Im vierten Quartal 2025 lieferte das Unternehmen seine 700. Maschine aus. Die Anlagen aus Engen sind weltweit im Einsatz, unter anderem in der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, im Maschinenbau und in der Medizintechnik.
Weitere Informationen: frm.rollwalztechnik.de


